Mehrsprachige Kinder im Kita-Alltag begleiten
Zielgruppe: Erzieherinnen und Erzieher, pädagogische Fachkräfte, Leitungen
Dauer: 4 Module (ca. 6–8 Stunden Gesamtumfang)
Maximale Teilnehmerzahl: 10 Personen
Kurzbeschreibung
Viele Kinder wachsen heute mit mehreren Sprachen auf. Im pädagogischen Alltag stellt sich häufig die Frage, wie Erstsprachen, Deutsch und weitere Sprachen sinnvoll begleitet und gefördert werden können.
Die Fortbildung vermittelt grundlegendes Wissen über mehrsprachige Sprachentwicklung und zeigt praxisnah, wie die sprachlichen Ressourcen von Kindern im Kita-Alltag wertschätzend und förderlich genutzt werden können. Dabei stehen Sprachentwicklung, Sprachbewusstheit und alltagsintegrierte Sprachbildung im Mittelpunkt.
Modul 1: Wie lernen mehrsprachige Kinder?
- Grundlagen der Sprachentwicklung
- Mehrsprachigkeit als normaler Entwicklungsweg
- Sprachmischungen verstehen
- Mythen und Fakten zur Mehrsprachigkeit
- Praxisbeispiele aus dem Kita-Alltag
Modul 2: Erstsprachen als Ressource nutzen
- Bedeutung der Familiensprache
- Sprachtransfer und Sprachlernen
- Translanguaging im Kindergarten
- Sprachliche Ressourcen erkennen
- Zusammenarbeit mit Familien
Modul 3: Mehrsprachigkeit pädagogisch begleiten
- Sprachförderliches Handeln im Alltag
- Mehrsprachige Materialien und Bilderbücher
- Mehrsprachigkeit im Morgenkreis
- Sprachliche Vorbildfunktion pädagogischer Fachkräfte
- Gestaltung einer wertschätzenden Sprachumgebung
Modul 4: Praxiswerkstatt
- Analyse von Praxisfällen
- Umgang mit Sprachmischungen
- Entwicklung eigener Praxisideen
- Mehrsprachige Angebote planen
- Transfer in die eigene Einrichtung
Leitgedanke:
Jede Sprache zählt.
Mehrsprachige Kinder bringen wertvolle sprachliche Erfahrungen mit. Werden diese anerkannt und aktiv in den pädagogischen Alltag einbezogen, können Sprachentwicklung, Lernen und Teilhabe nachhaltig gefördert werden.
Ziele:
Nach der Fortbildung können die Teilnehmenden:
- mehrsprachige Sprachentwicklung fachlich einordnen,
- Sprachmischungen verstehen und angemessen begleiten,
- Erstsprachen als Ressource nutzen,
- Familien wertschätzend einbeziehen,
- mehrsprachige Angebote gestalten,
- konkrete Ideen für die eigene Einrichtung entwickeln.